Es sollte ein Ruhetag werden. Der vierte Versuch in Folge, sich ausschließlich dem süßen Müßiggang hinzugeben. Wozu hat man denn sonst Urlaub. Keine Besichtigungen, Wanderungen oder Spaziergänge. Nur ferienhauseigener Garten, Sofa und Nickerchen im Bett. Sonst nichts. Aber es kam, wie es kommen musste. Irgendwann ist dann der Reiseführer ins Spiel gekommen, schnell war ein Ziel in der näheren Umgebung gefunden und wir, nach einigem hin und her, auf dem Weg dorthin. Und der Vorsatz, sich dort nur an den Strand zu setzen, weil Ausruhen in schöner Umgebung viel intensiver und nachhaltiger ist, war schnell gebrochen – als die Motivklingel in meinem Kopf anfing zu läuten. Ein mir wohlvertrauter Automatismus. Und so sah ich mich alsbald zwischen Felsbrocken herumklettern, Hügel und Berge besteigen und zwischen Dornenbüschen hindurchstreifen – auf der Suche nach der bestmöglichen Perspektive für die Fotoobjekte meiner Begierde.

Unser Ziel für den heutigen Tag war Primel-Trégastel. Beschrieben waren im Reiseführer wunderschöne Strände in Ortsnähe und der bekannte Aussichtspunkt Pointe de Primel – zu beidem später mehr.

pointe_primel

Nur zufällig, auf meiner verzweifelten Suche nach einer Bar mit Zigarettenverkauf, entdeckt habe ich den Schiffsfriedhof in L’Abbesse / Commune Plougasnou (Bretagne, Frankreich).