Bereits im Oktober hatte ich eine Nachbereitung unserer Ligurien-Reise, in Form einer kleinen Artikelserie, angekündigt. Die Küstenregion, im nordwestlichen Teil Italiens, war im September 2013 unser Reiseziel. Da mich gerade das Fernweh packt und ich wenigstens Gedanklich dem Winter – auch wenn er gerade ungewöhnlich warm daherkommt –  ein wenig entfliehen will, dachte ich mir: Sortiere endlich mal deine Fotos, bring sie in Form und bereite gleichzeitig der besten Frau und liebsten Reisebegleiterin von allen <3 eine kleine Freude.

Eines unserer Highlights war der Besuch von Punta Chiappa. Unser Interesse geweckt hatte ein Reise-Artikel auf Spiegel Online. Dort wurde die kleine Landausbuchtung, die die Spitze der Halbinsel Portofino bildet, als Geheimtipp gehandelt. Spätestens nach Erscheinen des Berichts wohl hinfällig. Zu erreichen ist das kleine Halb-Eiland eigentlich nur per Boot oder per pedes. Waghalsige Ortskundige sichteten wir aber auch auf motorisierten Zweirädern.

Fähr-Anlegestellen sind unter anderem in den Häfen von Camogli und Rapallo zu finden. Die Überfahrt von Camogli dauert circa 15 Minuten. Bei rauer See stellen die Boote ihren Betrieb ein. Aber auch bei wenig Wellengang kann man Pech haben: Die freundliche Dame der Reederei in Rapallo vertröstete uns an mehreren Tagen in Folge, trotz strahlend blauem Himmel, nur lauen Wellenbewegungen und einer leichten Brise, die übers Meer wehte.

Eine der möglichen Wanderrouten, die wir für unseren Rückweg gewählt hatten, führt über den Borgo San Rocco nach Camogli und nimmt ungefähr 1,5 Stunden Gehzeit in Anspruch.  Die Aussicht des über weite Strecken weit oberhalb der Küste verlaufenden Weges, ist phänomenal und schon alleine deshalb ein Grund, eine Tour zu Fuß zurückzulegen.

Während in den umliegenden Ortschaften die Zugänge zum Meer, über weite Abschnitte, in Form von privatisierten Stränden angelegt sind und Zeitweise unter Badegästen ächtzen, hielt sich der BesucherInnen-Ansturm auf Punta Chiappa in relativen Grenzen. Allerdings bietet die felsige und raue Beschaffenheit des Untergrunds nur wenig Komfort für Sonnenhungrige. Dafür eignet sich das Gebiet ausgezeichnet zum Sitzen und Genießen, Schimmen und Tauchen: das Wasser ist sauber und klar und es gibt eine Unterwassergrotte zu erkunden.

Alle Fotos sind mit meiner Fuji x100s entstanden.