Morgen feiert Finding Vivian Maier in Deutschland Kino-Premiere. Zu meiner großen Freude, wird der Dokumentarfilm auch im Apollo Kino in Aachen gezeigt.

Der Film erzählt in 84 Minuten (mit deutschen Untertiteln) die Geschichte der Vivian Maier, einer amerikanischen Fotografin, die 1951 – im Alter von 25 Jahren – von Frankreich nach New York zog, um mehr als 40 Jahre lang als Tagesmutter ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In ihrer lohnarbeitsfreien Zeit widmete sich sich ihrer Passion: der Straßenfotografie. Die als Exzentrikerin geltende Frau, verließ nie ohne ihre Kamera das Haus und unternahm regelmäßig Streifzüge durch das gesamte New Yorker und Chicagoer Stadtgebiet. Da sie ihr Werk mit niemandem teilte, blieben ihre Arbeiten unbekannt und die meisten ihrer Filme unentwickelt. Entdeckt wurde ihr fotografisches Erbe – einige 100.000 Abzüge und Negative – bei einer Zwangsversteigerung von John Maloof, einem Chicagoer Heimatforscher, im Jahr 2007. Ihre Aufnahmen zeigen Menschen in ihrem großstädtischen Alltag.

Die Würdigung von Maiers Werk begann erst nach ihrem Tod. 2009 veröffentlichte Maloof einige von Maiers Fotografien auf einer Webseite. Neben zahlreichen Ausstellungen rund um den Globus, folgte im Herbst 2011 ein erstes Buch. Neben dem nun vorliegenden Film, veröffentlichte die BBC einen Dokumentation unter dem Titel Vivian Maier: Who Took Nanny’s Pictures?

Kritische Töne schlägt der Artikel Geschönte Dokumentarfilme – Die Legende vom wiederentdeckten Künstler. Inszenierungen bei „Searching for Sugarman“ und „Finding Vivian Maier“.“ an.

Weitere Infos zum Film und zu ihren fotografischen Arbeiten, gibt es auf der Webseite Vivian Maier Photographer